Was mich bewegt

Ich sehe mich noch heute, wie ich in einer Umbruchsphase meines Lebens dasaß und meinem schlafenden kleinen Sohn bei seinem Mittagsschlaf zuschaute.
Mal wieder tauchte in mir diese Frage auf. Diese Frage, was denn wohl meine Aufgabe im Leben wäre.


Und ich schloss die Augen, ließ Bilder auftauchen und lauschte.
In meinen inneren Bildern, sah ich das Feuer, um das sich die Frauen versammelt hatten. Ich konnte die Verbundenheit unter ihnen fühlen. Ich konnte die Ruhe unter ihnen wahrnehmen. Ich spürte ein Kribbeln in meinem ganzen Körper.

Ja, so sollte es sein. Es sollte diesen Ort der Begegnung geben, diesen Ort zum Da Sein, diesen Ort der Verbundenheit. Einen geschützten Ort für Frauen.
Seitdem trage ich diese Vision in meinem Herzen und halte daran fest, sie in die Welt zu bringen.

Ich bin unendlich dankbar, heute sagen zu dürfen, dass ich Hüterin von Frauenkreisen bin. 
Wir Frauen, tragen eine Weisheit in uns, die nur manchmal etwas verborgen und verschüttet ist. Im Frauenkreis können wir diese Weisheit wieder frei legen. Sie darf ans Licht treten und sich zeigen.
Durch meine Hüterschaft wird der Frauenkreis zu einem sicheren Ort. Ich trage Sorge dafür, dass sich die Frauen sicher und geborgen fühlen. Dadurch können sie sich öffnen, sie werden auch verletzlich. Doch genau dadurch entsteht echte Begegnung, Wachstum und Heilung.
Jedes Mal erfüllt es mich mit Liebe, Dankbarkeit und Ehrfurcht wenn ich Zeugin eines solchen Prozesses sein darf.